Sie fühlen sich dumm. Sie haben eine lange Leitung. Sie sind schwer von Begriff, sie checken es einfach nicht. Legastheniker haben unter einer Menge Vorurteilen zu leiden, dabei haben sie es schon schwer genug. Lesen bedeutet für sie mitunter Höllenqualen, egal ob langsam für sich oder laut vor einer Gruppe, ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

In Härtefällen bewegen sich die Worte, die Buchstaben hüpfen rauf und runter, den Betroffenen wird buchstäblich schwindelig und schlecht. Ihr Puls steigt, ihr Gehirn macht zu. Es ist wie eine Teufelsspirale, denn je öfter das passiert, desto stärker wird das Gefühl des Versagens. Dieses negative Gefühl bestimmt wiederum die Gedanken, alles wird schlimmer und schlimmer.

Warum das Lesen lange dauert
Legastheniker sind Bilderdenker. Sie hangeln sich von einem vorstellbaren Begriff zum nächsten, denn was sie sich vorstellen können, können sie auch lesen. Das heißt aber nicht, dass sie auch den Sinn des Textes erfassen, selbst wenn sie viel üben und trainieren.

Wenn Legastheniker einen Buchstaben des Alphabets anschauen, haben sie sofort Dutzende verschiedener Ansichten von ihm: sie sehen ihn von links, von rechts, von oben, von unten, von der Rückseite. Ihr geistiges Auge fährt um den Buchstaben herum, kreist ihn ein, als wäre dieser ein Gegenstand im Raum. Der Betroffene arbeitet auf Hochtouren, nur um einen Buchstaben, um ein einziges Wort zu erkennen! Hat er „rot“ endlich erfasst, hat er mindestens 4000-mal mehr Denkvorgänge in seinem Gehirn durchgeführt als andere. Dabei denkt er 400 bis 2.000 Mal schneller als sie. Es sieht also nur so aus, als wäre ein Legastheniker langsam oder konfus. Aber bevor er sich eines Satzes sicher sein kann, checkt sein Gehirn noch mindestens zehn Varianten und Möglichkeiten, die auch Sinn ergeben würden. Wen wundert es da, dass Betroffene – egal ob erwachsen oder Kind - schnell müde werden, sich ausklinken und abdriften in die eigene Gedankenwelt, in die Fantasie. Hauptsache weg von dem „nicht lesen und keine Leistung bringen können“.

Schwierig geht oft besser als leicht
Einfache Denkaufgaben scheinen für einen Legastheniker oft schier unlösbar, schwierige Aufgaben hingegen zu einfach. Verkehrte Welt. Allerdings ist es so, dass sie bei einer Rechenaufgabe zwar zum korrekten Ergebnis kommen aber keine Ahnung haben wie sie gerechnet haben. Leider bedeutet ein richtiges Ergebnis ohne Rechenweg nichts. Mir selbst ging es in der Schule so: Ich wusste die Antwort aber nicht warum ich sie wusste.

Die Gefahr bei Legasthenikern ist, dass sie dazu neigen einfaches schwierig zu gestalten, nur damit es für sie machbar ist. Und dann wird es wirklich kompliziert obwohl es gar nicht unbedingt kompliziert sein muss. Wenn die Klienten, die zu mir kommen auf eine bestimmte Weise umständlich denken, dann weiß ich zu 99 Prozent genau, wie ich helfen kann. Als Schülerin vertauschte ich Buchstaben und hatte Schwierigkeiten Rechenwege nachzuvollziehen. Doch ich konnte komplex denken und ungewöhnliche Lösungen finden. Langsam lesen ging nicht – allerdings sagte mir kein Mensch, dass ich rasend schnell lesen kann. Heute kommen Klienten zu mir, die viel Stoff in kurzer Zeit bewältigen müssen, die in Texten hängenbleiben, die zu kompliziert denken und es sich einfacher wünschen. Oft sind es Erwachsene im Studium oder vor einer Prüfung. Oder es kommen verzweifelte Eltern mit nicht weniger verzweifelten Kindern. Ich kann ihnen helfen, weil ich weiß worum es geht und wie es geht, weil ich es selbst erfahren und die Lösung entwickelt habe.

Einmal fragte ich eine junge Klientin, nachdem wir zusammengearbeitet und sie die Prüfung geschafft hatte: “Jetzt sag mir mal, warum bist Du denn zu mir gekommen, wo doch Deine Mama extra die Ausbildung zur Legasthenie-Trainerin gemacht hat, um Dir zu helfen?“ Ihre Antwort: “Meine Mama hat gelernt, um was es geht und wie es geht. Aber Du, Juliane, Du weißt wie man sich dabei fühlt.“

Ich freue mich auf Sie,

Ihre Juliane Müller

PS: Ronald D. Davis, Legastheniker und Autist, hat mit „Legasthenie als Talentsignal“ ein Buch geschrieben, das als Standartwerk zum Thema gilt und das ich sehr empfehlen kann.

Juliane Müller

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